Johannes Myssok, Jürgen Wiener (Hgg.)

Docta Manus

Studien zur italienischen Skulptur für Joachim Poeschke

2007, 388 Seiten, 30 Beiträge, 365 Abbildungen, Leinen/Schutzumschlag
2007, 388 pages, 30 essays, 365 figures, cloth/jacket

ISBN 978-3-930454-67-9
Preis/price EUR 68,–

24 × 30,5cm (B×H), 1900g

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Kurzzusammenfassung / short summary:

»Docta Manus« – dieser alte Topos des Künstlerlobs betitelt die dreißig Studien zur italienischen Skulptur in diesem Band, von denen die meisten am 22. und 23. April 2005 als Vorträge auf dem Kongreß »Scultura« in Münster gehalten wurden. Die Studien sind als Festschrift zum 60. Geburtstag von Joachim Poeschke dem Jubilar gewidmet, auch wenn sie in dieser thematischen Begrenzung nur einen kleinen Teil seiner wissenschaftlichen Interessen widerspiegeln. Doch läßt sich der Band durch die thematische Streuung der Beiträge und ihre überwiegende Konzentration auf Hauptwerke geradezu als Anthologie zur italienischen Skulptur vom frühen Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert verstehen.

Von Studien zu den großen romanischen und gotischen Bildhauern Niccolò, Nicola Pisano, Tino da Camaino und Arnolfo di Cambio führt der Bogen über Donatello und das Quattrocento zu einer größeren Zahl an Beiträgen zu Michelangelo und der Skulptur der Hochrenaissance. Neben Giambologna ist sodann die Barockskulptur in Rom mit ihrer Entstehung und ihrem Hauptexponenten Gianlorenzo Bernini ein weiterer thematischer Schwerpunkt. Abgeschlossen wird die chronologische Folge durch Untersuchungen zur italienischen Skulptur des 18. Jahrhunderts und zu Canova als letztem großen Bildhauer dieser Tradition.

Die Beiträge präsentieren zahlreiche neue Entdeckungen und Forschungsergebnisse aus oftmals jahrelanger Arbeit von Experten des Gebiets. Besonderer Wert wurde auf die exemplarische Bebilderung und Qualität der Abbildungen gelegt, in denen zum Teil Werke neu vorgestellt oder durch die Photographien neu erschlossen werden.

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Inhaltsverzeichnis:

Vorwort

Manfred Luchterhandt:
»In medio ecclesiae« – Frühmittelalterliche Kreuzmonumente und die Anfänge des Stiftergrabes

Adriano Peroni:
Il Crocifisso bronzeo di Vigolo Marchese

Saverio Lomartire:
Nicolò e la cattedrale di Cremona

Thomas Weigel:
»Una epigrafe romana ...«? – Überlegungen zu einer rätselhaften Inschrift am Hauptportal der Kathedrale von Ferrara

Charles Davis:
Venetian and Byzantine Relief Icons in the Basilica di San Marco – Form, Placement, Function, ›Reception‹

Gosbert Schüßler:
Die salamandra in der Hölle – Zu Nicola Pisanos »Jüngstem Gericht« im Baptisterium von Pisa

Stefan Weppelmann:
»Acciò il fuoco non si spenga« – Zum Ministranten mit Rauchfaß im Annibaldi-Grab des Arnolfo di Cambio

Hans W. Hubert:
Arnolfo di Cambio und das Monument für Bonifaz VIII.

Damian Dombrowski:
Das Grabdenkmal Heinrichs VII. in der Ausstattung der Pisaner Domapsis – Bemerkungen zu Chronologie, Rekonstruktion und Ikonographie

Jürgen Wiener:
Der Apostelzyklus der Sieneser Domopera: Stil und Produktion

Guido Tigler:
Die ursprüngliche Fassade von SS. Lorentino e Pergentino in Arezzo und ihr Architrav im historischen Kontext

Ulrich Söding:
»Austria iam genuit qui sic opus edidit« – Bildhauer und Bildschnitzer der Spätgotik als »Wanderkünstler« in Italien

Stefan Kummer
Beobachtungen an Donatellos Georgsstatue – Zu einer ›legendären‹ These Herbert Siebenhüners

Johannes Röll:
Ein unbekanntes Michaelsrelief aus dem römischen Quattrocento – Ein Werk des Isaia da Pisa

Wolfger A. Bulst:
Hercules und Cacus – Eine verlorene Plakette von Moderno?

Britta Kusch-Arnhold:
Bambaias Grabstele für Lancino Curzio und einige Bemerkungen zur Ikonographie der »fama«

Candida Syndikus:
Zur Darstellung von antiken und antikisierenden Skulpturen bei Tizian und in der Malerei des Veneto nach 1500

Georg Satzinger:
Michelangelo und das Licht

Christian Lenz:
Michelangelos Skulptur »Vittoria« – Gedanken zum Sinn des Werkes und zur Frage des Manierismus

Christoph Luitpold Frommel:
Michelangelo und das Grabmal des Cecchino Bracci in S. Maria in Araceli

Claudia Echinger-Maurach:
Michelangelos »san Pietro in abito di papa« – Eine letzte Skulptur für St. Peter?

Karl Möseneder:
»Morbido, morbidezza« – Zum Begriff und zur Realisation des »Weichen« in der Plastik des Cinquecento

Sybille Ebert-Schifferer:
Giambolognas »Venus und Satyr« in Dresden – Ein durchdachtes Geschenk für einen Florenz-Bewunderer

Michael Cole:
Giambologna, Susini, and the apparecchio della forza

Jutta Götzmann:
Das Grabmal des Erbherzogs Karl Friedrich von Jülich-Kleve-Berg in S. Maria dell'Anima in Rom

Bernhard Schütz:
Die Krönungsreliefs an den Papstgrabmälern von S. Maria Maggiore in Rom

Sebastian Schütze:
»Liberar questo secolo dall'invidiare gli antichi« – Bernini und die Querelle des Anciens et des Modernes

Moritz Woelk:
Lorenzo Mattiellis Neptunbrunnen in Dresden

Elisabeth Kieven:
Papstgrabmäler in St. Peter – Pietro Bracci und das Problem der Serialität

Johannes Myssok:
Am Ende der Tradition? Bemerkungen zu Antonio Canovas plastischen Modellen

Schriftenverzeichnis Joachim Poeschke

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